Pränatale Antidepressivaexposition: Kein klarer Hinweis auf kausalen Zusammenhang mit Autismus

Hongkong – Antidepressiva in der Schwangerschaft erhöhen möglicherweise leicht das Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen wie Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder Autismus beim Kind. Dieser Zusammenhang schwächt sich jedoch deutlich ab oder verschwindet ganz, wenn Störfaktoren wie eine elterliche psychische Erkrankung berücksichtigt werden. Das legen Ergebnisse einer Metaanalyse nahe (The Lancet Psychiatry 2026; DOI: 10.1016/S2215-0366(26)00089-1).
Frühere Metaanalysen hatten auf mögliche Zusammenhänge zwischen pränataler Antidepressivaexposition und ADHS oder Autismus hingewiesen. „Allerdings basierten sie auf vergleichsweise wenigen Studien und berücksichtigten mögliche Verzerrungen durch die zugrunde liegende psychiatrische Erkrankung der Eltern nur unzureichend“, erklären die Studienautoren um Joe Kwun Nam Chan von der Psychiatrischen Klinik der Universität Hongkong.
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