Prostatakarzinom: Früherer Einsatz von 177Lu-PSMA-617 kann progressionsfreies Überleben verlängern

New York – Das Radiopharmakon 177Lu-PSMA-617, das bisher erst bei einem kastrationsresistenten Prostatakarzinom eingesetzt wird, hat in einer Phase-3-Studie die Therapieergebnisse bei Patienten verbessert, bei denen eine Antiandrogen-Therapie noch möglich ist. Die im Lancet (2026; DOI: 10.1016/S0140-6736(26)01092-5) publizierten Ergebnisse haben in den USA bereits zu einer Erweiterung der Indikation geführt.
Die Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms besteht heute in der Regel aus der Kombination einer Androgendeprivation (ADT), die die Testosteronproduktion weitgehend stoppt, mit Inhibitoren des Androgenrezeptor-Signalwegs (ARPI), die die stimulierende Wirkung des restlichen Testosterons auf die Krebszellen verhindern soll. Als 3. Komponente kommt manchmal eine Chemotherapie mit Docetaxel hinzu. Erst wenn diese chemische Kastration nicht mehr wirkt, kommt das Radionuklid 177Lu-PSMA-617 zum Einsatz.
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