Prostatakarzinom: Kombinierte Hormontherapie führt häufig zu Stoffwechselstörungen

Philadelphia – Die kombinierte Hormontherapie, die mit der Androgendeprivation (ADT) die Produktion von Testosteron stoppt und mit Androgenrezeptor-Inhibitoren (ARPI) die Restwirkung auf die Zellen blockiert, führte bereits im ersten Jahr bei fast 40 % aller Patienten zu einem metabolischen Syndrom. Nach einer Studie in JAMA Oncology (2026; DOI: 10.1001/jamaoncol.2026.2790) steigt als erstes der Blutdruck an – häufig bereits nach wenigen Wochen.
Eine kombinierte Hormontherapie kann ein fortgeschrittenes Prostatakarzinom zwar nicht heilen. Die Behandlung mit ADT und ARPI verlängert die Lebenserwartung jedoch häufig um mehrere Jahre. Negative Auswirkungen auf den Stoffwechsel können deshalb für die betroffenen Patienten durchaus von Bedeutung sein. Es war bekannt, dass es bereits unter der alleinigen ADT zu einem gleichzeitigen Anstieg von Körpergewicht, Blutzucker, Blutfetten und Blutdruck kommt, die als metabolisches Syndrom bezeichnet werden.
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