Politik

Psychische Belastungen sollen in Mecklenburg-Vor­pommern stärker thematisiert werden

  • Mittwoch, 11. Januar 2017

Rostock – Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) will psy­chi­sche Belastungen am Arbeitsplatz stärker thematisieren und aus der „gesellschaftlichen Tabuzone“ holen. Psychische Belastungen seien in gleicher Weise zu beurteilen wie kör­perliche Belastungen, sagte sie heute beim Neujahrsempfang der Unfallkasse in Koope­ra­tion mit dem Lan­des­amt für Gesundheit und Soziales in Rostock.

Drese sprach sich vor allem für einen achtsamen Umgang bei der Gestaltung der Ar­beits­zeit aus. „Natürlich sind Schichtarbeit und Überstunden nicht immer vermeidbar. Die Beschäftigten sollten aber ihre Wünsche einbringen können, damit familiäre Bedürf­nisse Berücksichtigung finden.“ Eine familienfreundliche Gestaltung der Arbeits­tätig­keiten sei eine enorme Ressource. Dazu gehörten zum Beispiel die Möglichkeit von Homeoffice oder auch die Bereitstellung von Kitaplätzen in Randzeiten durch den Arbeit­geber.

Die psychischen Arbeitsbelastungen von Frauen und Männern unterscheiden sich nach Dreses Worten. So würden Frauen öfter befristet und in Teilzeit arbeiten, klagten häufi­ger über Multitasking, Arbeitsunterbrechungen und Beschäftigungs-Monotonie. Männ­er hingegen seien häufiger in Zeitarbeitsverhältnissen, litten unter überlangen Arbeitszeiten und starkem Termin- und Leistungsdruck.

dpa

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