Politik

Regierung will Einsatz von Glyphosat einschränken

  • Freitag, 27. Juli 2018
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Berlin – Berechnungen zufolge kann die Agrarwirtschaft unter bestimmten Bedingungen auf den Einsatz des Unkrautbekämpfungsmittels Glyphosat verzichten, ohne dass den Betrieben dadurch Mehrkosten entstehen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervor. Allerdings sei davon auszugehen, dass die Kosten für alternative Verfahren starken Schwankungen unterlägen, so die Bundesregierung.

Angesichts der anhaltenden Diskussionen um potenzielle Gesundheitsrisiken hatte sich die FDP für das Pflanzenschutzmittel stark gemacht und alternative Verfahren zur Unkrautbeseitigung sowie ein generelles Glyphosat-Verbot in Frage gestellt.

Obwohl es derzeit keine chemischen Alternativen für Glyphosat gebe, machte die Bundesregierung in ihrer Erklärung deutlich, dass die Agrarwirtschaft mittelfristig wohl ohne das umstrittene Pflanzenschutzmittel auskommen muss: Denn nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums hätten Breitbandherbizide wie Glyphosat „grundsätzlich negative Auswirkungen auf die Biodiversität“.

Vor diesem Hintergrund will die Bundesregierung den Einsatz von Glyphosat systematisch reduzieren und schnellstmöglich grundsätzlich beenden und die dazu nötigen rechtlichen Maßnahmen in einem EU-konformen Rahmen verankern.

hil/sb

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