Ärzte in Hessen drängen auf Finanzierung weiterer Kinderarztsitze

Frankfurt am Main – Die Krankenkassen in Hessen sollten Finanzmittel zum Aufbau r Ansiedlung von mindestens 15 zusätzlichen Kinderarztsitzen zur Verfügung stellen. Darauf drängten heute die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KV Hessen) und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Hessen. Man wolle die Kassen vor Beginn der Honorarverhandlungen für das Jahr 2019 an ihre Verantwortung erinnern, hieß es heute zur Begründung.
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV Hessen, Eckhard Starke, mahnte, der zusätzliche Bedarf dürfe nicht aus dem bestehenden Honorartopf der Kinder- und Jugendärzte finanziert werden. Das würde die Honorarsituation der derzeit noch aktiven Kinderärzte deutlich verschlechtern und eine Niederlassung zusätzlich unattraktiv machen.
Kritik stoßen in Hessen die Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die Bedarfsplanung für Kinder- und Jugendärzte aufzuheben. Das führe lediglich dazu, dass Kinderärzte sich die besonders attraktiven Regionen Hessens aussuchten, sagte Burkard Voigt vom Berufsverband der hessischen Kinder- und Jugendärzte. Dort bestehe nicht unbedingt der höchste Bedarf.
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