AOK Bremen gibt mehr Mittel für Mandel- und Polypen-OP

Bremen – Die AOK Bremen/Bremerhaven gibt mehr Mittel für ambulante Operationen von bei der Krankenkasse versicherten Kindern und Jugendlichen aus Bremen und Bremerhaven mit Mandel- und Mittelohrerkrankungen.
Einen entsprechende Vereinbarung hat die AOK mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen abgeschlossen. Sie tritt rückwirkend zum 1. April in Kraft und gilt zunächst für das laufende Jahr.
„Damit wird die eklatante Unterfinanzierung von Eingriffen an den Rachenmandeln und am Mittelohr zumindest bei Versicherten der AOK Bremen/Bremerhaven verringert“, sagten die Vorstände der KV Bremen Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans.
Das mache es Operateuren endlich möglich, kostendeckend zu arbeiten und entsprechende zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. „Wir hoffen, dass schnell weitere Krankenkassen diesem Vorbild folgen“, so die Vorstände. Laut KV Bremen hatten bereits im vergangenen Jahr deutschlandweit HNO-Ärzte auf langen Wartezeiten bei entsprechenden Operationen hingewiesen.
„Mithilfe des neu ausgehandelten Vertrages können jetzt wieder Kinder mit Hör- und oder Atemproblemen zeitnah einen Operationstermin bekommen“, sagte Michael Terjung, Vorsitzender des Bremer Landesverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte.
Das bedeute für die Kinder einen schnelleren Spracherwerb durch verbesserte Hörfähigkeit und damit eine gesteigerte Teilhabe sowohl im Kindergarten als auch in der Grundschule.
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