Ärzteschaft

Ärzte in Bayern können klimasensible Gesundheitsberatung abrechnen

  • Donnerstag, 23. Oktober 2025
/StockPhotoPro, stock.adobe.com
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München – Bayern hat die Möglichkeit geschaffen, im Rahmen der kollektiven Versorgung eine klimasensible Gesundheitsberatung in zahlreichen Praxen erbringen und abrechnen zu können. Darauf haben die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) und die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) hingewiesen.

Das Pilotprojekt ist zum 1. Oktober 2025 gestartet, hat eine Laufzeit von zwölf Monaten. Es wird durch alle Krankenkassen in Bayern gefördert. Ärzte, die sich an dem Projekt beteiligen, können diese neue Leistung bei 50 Patienten pro Quartal abrechnen. Vergütet wird die Beratungsleistung mit maximal zehn Euro.

Mit dem neuen Konzept werde erstmals ein ganzheitlicher Ansatz umgesetzt, der Fortbildung und Versorgung systematisch miteinander verbinde, schreiben KVB und BLÄK.

Über eine praxisnahe Onlinefortbildung zur klimasensiblen Gesundheitsberatung – angeboten als eLearning in Kooperation mit der BLÄK oder als Onlineseminar der KVB – erhielten Ärzte das notwendige Wissen, um die gesundheitlichen Auswirkungen der Klimakrise in der Patientenversorgung kompetent zu thematisieren. Nach erfolgreicher Teilnahme und bestandener Prüfung kann die entsprechende Beratungsleistung abgerechnet werden.

„Die Fortbildung zur klimasensiblen Gesundheitsberatung vermittelt praxisnahes Wissen, das unmittelbar in die Versorgung einfließt. Damit wird ärztliches Handeln noch stärker auf Zukunftsfähigkeit und Verantwortung ausgerichtet“, sagte BLÄK-Präsident Gerald Quitterer.

„Mit diesem Vorhaben setzen wir ein klares Zeichen: Klimaschutz und Gesundheitsversorgung gehören zusammen“, betonten die KVB-Vorstände Christian Pfeiffer, Peter Heinz und Claudia Ritter-Rupp.

EB

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