Aufruf zum Melden von Arzneimittelnebenwirkungen

Bonn/Langen – Nicht alle Nebenwirkungen eines Arzneimittels können bereits vor der Zulassung erkannt werden. Ärzte, andere Fachkräfte im Gesundheitswesen sowie Patienten sind daher aufgefordert, mögliche Nebenwirkungen zu melden.
„Nur gemeinsam können wir die Sicherheit von Arzneimitteln stärken“, sagte Stefan Vieths, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) anlässlich der diesjährigen #MedSafetyWeek. Die Meldungen von Ärztinnen und Ärzten, Apothekern sowie Patienten seien „ein unverzichtbarer Bestandteil in der Pharmakovigilanz“.
Die internationale Kampagne ruft dazu auf, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen an die zuständigen Arzneimittelbehörden zu melden, damit mögliche Risiken frühzeitig erkannt werden können. Mehr als 130 Organisationen aus über 115 Ländern beteiligen sich daran.
In Deutschland kann der Verdacht auf eine Arzneimittelnebenwirkung einfach und direkt über das Onlinemeldeportal www.nebenwirkungen.bund.de an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder das PEI übermittelt werden.
„Jede Meldung zählt. Nur mit Informationen aus der breiten Anwendung eines Arzneimittels lassen sich Risikosignale früh ermitteln und bei Bedarf wirkungsvolle Maßnahmen für den Patientenschutz treffen“, betonte Karl Broich, Präsident des BfArM.
Die #MedSafetyWeek wird vom Uppsala Monitoring Centre (UMC) koordiniert, einem Kooperationszentrum der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Wir alle können dazu beitragen, Medikamente sicherer zu machen“.
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