Förderungen sollen drohende Unterversorgung in Bremerhaven abwenden

Bremen – Mit einem gezielten Förderpaket wollen die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen und die regionalen Krankenkassen die ambulante Versorgung in Bremerhaven sichern. Es soll bestehende Praxen unterstützen und Neuansiedlungen fördern.
Dafür stehen rund 1,5 Millionen Euro für Hausärzte, Hautärzte, Kinder- und Jugendmediziner sowie Kinder- und Jugendpsychiater zur Verfügung. Für diese vier Fachgruppen hat der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen eine drohende Unterversorgung in Bremerhaven festgestellt.
Vorgesehen sind Zuschüsse für Ärztinnen und Ärzte, die sich neu niederlassen, und sogenannte Halteprämien für Bestandspraxen. KV und Kassen teilen sich die Kosten für die Förderungen zu gleichen Teilen.
„Wir stehen vor großen Herausforderungen. Mit diesem Förderpaket ist die Hoffnung verbunden, dass wir Ärzte für Bremerhaven gewinnen können. Die KV und die Krankenkassen leisten ihren Teil dazu“, erklärten die Vorstände der KV Bremen Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans.
Sie betonten, auch die Politik müsse Verantwortung übernehmen und die Rahmenbedingungen für die ambulante Versorgung verbessern. Entsprechende Vorschläge dazu hatte die KV bereits 2023 in einem Strategiepapier formuliert.
Dazu gehören unter anderem eine vollständige Refinanzierung von Tarifsteigerungen des Praxispersonals, eine vollständige Refinanzierung der ärztlichen Weiterbildung und die Entbudgetierung von Leistungen.
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