Ausland

Ebola-Epidemie: Testimpfprogramm in DR Kongo gestartet

  • Montag, 21. September 2026
/picture alliance, AP, Dieudonne Dirole
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Bunia – Inmitten der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo ist ein Testimpfprogramm gestartet. Die ersten Freiwilligen aus dem medizinischen Personal, das an vorderster Front gegen die Epidemie kämpft, wurden vorgestern in Bunia in der Provinz Ituri, dem Epizentrum des Ebola-Ausbruchs, mit dem Vakzin Ervebo geimpft, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Im Rahmen der auf neun bis zwölf Monate angelegten klinischen Studie sollen 20.000 Menschen geimpft werden.

Bislang ist nur für den Zaire-Stamm des Ebola-Virus nachgewiesen, dass Ervebo sicher und wirksam ist – nicht aber für die derzeit im Kongo grassierende Bundibugyo-Variante des Virus. Eine Wirksamkeit des Impfstoffs gegen den aktuellen Virusstamm soll nun mit der Studie getestet werden.

Medizinische Einsatzkräfte in Bunia begrüßten die Impfungen. „Wir haben jeden Tag Kontakt mit den Kranken, und es ist wichtig, dass wir geschützt sind, damit wir anschließend unsere Patienten schützen können“, sagte die Krankenschwester Annie Banage der AFP. Die Ärztin Nicole Nlandu sagte derweil, sie denke, dass sie mit dem Impfstoff „weniger Risiko hat, die schwere Form“ der Krankheit zu bekommen.

Der Ebola-Ausbruch in der DR Kongo war Mitte Mai offiziell festgestellt worden. Seitdem registrierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 7.200 Infektionen und mehr als 3.600 Todesfälle. Es handelt sich um den schwersten Ausbruch des Virus in der Geschichte des Landes.

Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen. Die Krankheit führt zu Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall bis hin zu inneren Blutungen und Organversagen. In den vergangenen 50 Jahren starben auf dem afrikanischen Kontinent mehr als 15.000 Menschen an Ebola.

afp

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