Ausland

Mehr als 7.000 Ebolafälle in der DR Kongo

  • Montag, 14. September 2026
/picture alliance, AP Photo, Dieudonne Dirole
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Kinshasa – Bei der schwersten Ebolaepidemie in der Geschichte der Demokratischen Republik (DR) Kongo sind nach Behördenangaben inzwischen mehr als 7.000 Infektionen nachgewiesen worden. Seit Beginn der Epidemie Mitte Mai wurden 7.022 Ebolafälle registriert, wie die Gesundheitsbehörden in Kinshasa vorgestern mitteilten. 3.400 Infizierte seien gestorben.

Das Virus war Anfang der Woche in einer siebten Provinz der DR Kongo nachgewiesen worden. Die Regierung geht dennoch davon aus, dass die Ausbreitung der Epidemie ihren Höhepunkt bereits überschritten haben könnte.

Der Ebolaausbruch war Mitte Mai offiziell festgestellt worden und breitete sich inzwischen auf sechs Provinzen im Osten und Nordosten des zentralafrikanischen Landes aus. Viele der betroffenen Gebiete sind von bewaffneten Konflikten geprägt, die staatliche Präsenz und die medizinische Versorgung sind dort stark eingeschränkt.

Verursacht wird die aktuelle Epidemie von der Ebolavariante Bundibugyo. Anders als gegen die sogenannte Zaire-Variante gibt es dagegen bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine zugelassene Behandlung. Mehrere Mittel befinden sich in der Erprobung.

Bis November könnten nach jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO klinische Studien für drei potenzielle Impfstoffe gegen den betreffenden Virusstamm beginnen. Nach den Worten von WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus könnte aber auch bereits im Oktober begonnen werden.

Der zuvor schwerste Ebolaausbruch in der DR Kongo hatte zwischen 2018 und 2020 knapp 2.300 Menschen das Leben gekostet. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika insgesamt mehr als 15.000 Menschen an Ebola.

afp

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