Ausland

WHO-Chef: „Ermutigende“ Entwicklungen im Kampf gegen Ebola-Epidemie im Kongo

  • Mittwoch, 16. September 2026
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus. /picture alliance, KEYSTONE, SALVATORE DI NOLFI
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus. /picture alliance, KEYSTONE, SALVATORE DI NOLFI
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Genf – Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat Fortschritte im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik (DR) Kongo gelobt. „Wir beginnen, ermutigende Anzeichen zu sehen, dass wir an Boden gewinnen“, sagte Tedros heute bei einer Pressekonferenz in Genf. In den am stärksten betroffenen Gebieten der Provinz Ituri gehe die Zahl der Ansteckungen zurück, in der Nachbarprovinz Süd-Kivu sei seit Mai kein neuer Ebolafall mehr registriert worden.

Der WHO-Chef verwies auf Fortschritte bei Tests zur Behandlung und Vorbeugung von Ebola-Infektionen. Außerdem würden voraussichtlich „in den kommenden Wochen“ klinische Tests zur Wirksamkeit von Impfungen starten.

Die Ausbreitung gehe allerdings noch nicht in dem Maße zurück, wie sie „müsste“, mahnte Tedros. Die Eindämmungsmaßnahmen in der Demokratischen Republik Kongo müssten daher noch „mehrere Monate lang beibehalten und verstärkt werden“ – und das gestalte sich „schwierig“.

Am Vortag hatte der WHO-Chefepidemiologe Olivier le Polain gewarnt, dass die Fallzahl landesweit zwar abnehme, in der Unruhe-Provinz Nord-Kivu aber eine „exponentielle“ Ausbreitung der Ebolafälle festzustellen sei. Dort habe sich die Zahl der Todesopfer durch Ebola in den vergangenen zwei Wochen von etwa hundert auf mehr als 200 in etwa verdoppelt. Auf Nord-Kivu entfielen demnach 45 Prozent der in der vergangenen Woche gemeldeten Ebolafälle.

Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen. Die Krankheit führt zu Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall bis hin zu inneren Blutungen und Organversagen. Der Ebola-Ausbruch im Kongo war Mitte Mai offiziell festgestellt worden. Bis zum 12. September registrierten die Behörden des zentralafrikanischen Landes etwa 7.200 Infektionen und 3.475 Todesfälle in sieben Provinzen.

Verursacht wird die aktuelle Epidemie von der Ebolavariante Bundibugyo. Anders als gegen die sogenannte Zaire-Variante gibt es dagegen bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine zugelassene Behandlung. Mehrere Mittel befinden sich in der Erprobung.

afp

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