Anthropogener Fingerabdruck: Wie menschliche Einflüsse das Ausbruchrisiko von Infektionen erhöhen

London – Die weltweite Fragmentierung von Ökosystemen und veränderte Niederschlagsmuster haben das Risiko erhöht, dass Krankheiten von Tieren, Mücken und Zecken auf den Menschen übergehen. Wie Forschende um Rory Gibb vom University College London in Nature (2026; DOI: 10.1038/s41586-026-11058-6) berichten, gibt es offenbar einen deutlichen „anthropogenen Fingerabdruck“ bei der globalen Verteilung neu auftretender menschlicher Infektionskrankheiten.
Die Autorinnen und Autoren fordern einen proaktiveren und ganzheitlicheren Ansatz, um Epidemien und Pandemien vorzubeugen. Dieser sollte unter anderem eine Stärkung der Gesundheitssysteme, den Ausbau von Kapazitäten, um auf Ausbrüche zu reagieren, sowie Investitionen in neue Impfstoffe und Therapeutika kombinieren.
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