Genvarianten könnten das Risiko für ein Therapieversagen unter Venlafaxin erhöhen

Oslo – Genetisch bedingte Unterschiede in der Verstoffwechselung des Antidepressivums Venlafaxin könnten mit dem Risiko für ein Therapieversagen zusammenhängen. In zwei unabhängigen Kohorten war insbesondere ein genetisch bedingter langsamerer Umbau von Venlafaxin über das Enzym CYP2D6 mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für einen Wechsel auf ein anderes Antidepressivum verbunden. Das berichtet eine norwegische Arbeitsgruppe im Fachmagazin Lancet Psychiatry (2026; DOI: 10.1016/S2215-0366(26)00238-5).
Venlafaxin ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI), das im Gehirn die Konzentration der Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin erhöht. Sein Stoffwechsel wird unter anderem durch die Enzyme CYP2D6 sowie CYP2C19 aus der Cytochrom-P450-Familie vermittelt. Sie sorgen dafür, dass aus Venlafaxin zu O-desmethylvenlafaxine verstoffwechselt wird.
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