Glioblastom: Androgenmangel könnte Krebswachstum fördern

Cleveland – Der zunehmende Androgenmangel im Alter könnte bei Männern das Wachstum von Hirntumoren fördern. Tierexperimentelle Studien in Nature (2026; DOI: 10.1038/s41586-026-10451-5) führen dies auf eine Aktivierung der Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse zurück, die über eine vermehrte Freisetzung von Stresshormonen die Immunabwehr im Gehirn schwächen könnte. Ob eine Testosteronbehandlung das Wachstum der Tumore beeinflussen könnte, wurde noch nicht untersucht.
Bisher ging die Forschung davon aus, dass die vermehrte Produktion von Androgenen mit dafür verantwortlich ist, dass Männer häufiger an einem Glioblastom erkranken und der Krebs bei ihnen schneller zum Tod führt als bei Frauen. Glioblastome treten allerdings erst in einem Alter auf, in dem die Androgenproduktion bei Männern nachlässt.
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