Lungenkrebs: Strahlenexposition des Thymus könnte Fernmetastasen begünstigen

Boston – Menschen mit Lungenkrebs erleiden nach einer Radiotherapie häufiger Fernmetastasen, wenn der Thymus im Strahlenfeld lag. Betroffen sind einer Publikation in den Annals of Oncology (2026; DOI: 10.1016/j.annonc.2026.07.001) zufolge insbesondere Personen, die im Anschluss an die Radiotherapie eine Immuntherapie erhalten hatten oder bei denen zuvor im CT Hinweise auf eine hohe Thymusgesundheit gefunden wurden. Die Mediziner fordern, den Thymus aus dem Strahlenfeld zu nehmen, was mit den heute eingesetzten Geräten möglich wäre.
Die Radiotherapie ist in Kombination mit einer Chemotherapie ein wichtiger Bestandteil in der Behandlung des lokal fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC), wenn der Tumor nicht operiert werden kann. Viele Betroffene erhalten im Anschluss über ein Jahr lang eine Immuntherapie mit einem Checkpoint-Inhibitor, die die Überlebenschancen deutlich verbessern kann.
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