Vermischtes

Immer weniger junge Frauen verhüten mit Antibabypille

  • Freitag, 16. Mai 2025
/Inna, stock.adobe.com
/Inna, stock.adobe.com

Hamburg – Der Anteil der jungen Frauen, die mit der Antibabypille verhüten, geht einer Analyse zufolge weiter zurück. Nach einer Erhebung der Techniker Krankenkasse (TK) nahmen im vergangenen Jahr 26 Prozent ihrer Versicherten im Alter zwischen 13 und 21 Jahren die Pille, wie die TK heute in Hamburg mitteilte.

2023 waren es 28 Prozent, im Jahr 2020 lag der Wert noch bei 39 Prozent. Auffällig sind laut TK die starken regionalen Unterschiede. Während in Berlin im vergangenen Jahr nur 17 Prozent der jungen Frauen ein Rezept für die Antibabypille bekamen, waren es im Saarland 34 Prozent.

„Uns ist wichtig, dass sich junge Menschen mit dem Thema beschäftigen und gemeinsam mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt eine informierte Entscheidung treffen“, erklärte TK-Vorstand Jens Baas. Es gehe nicht darum, die Antibabypille zu verteufeln, sie sei weiterhin eines der sichersten Verhütungsmittel. Gleichzeitig könne sie wie jedes Arzneimittel Nebenwirkungen haben.

So zeigen Studien laut TK, dass einige neuere Präparate aufgrund der darin enthaltenen Gestagene ein höheres Thromboserisiko aufweisen würden als andere Präparate. Rund die Hälfte der bei der Techniker Krankenkasse versicherten Pillenanwenderinnen nahmen 2024 ein Präparat mit einem im Vergleich höherem Thromboserisiko.

Für die Analyse wurden die Daten von TK-versicherten Frauen im Alter von 13 bis einschließlich 21 Jahren ausgewertet. Die Krankenkassen übernehmen bis zum 22. Geburtstag die Kosten für rezeptpflichtige Verhütungsmittel wie die Antibabypille.

afp

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung