Ärzteschaft

S3-Leitlinie zu angeborenen Fehlbildungen von Blut- und Lymphgefäßen vorgelegt

  • Montag, 26. Januar 2026
/Dr_Microbe, stock.adobe.com
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Berlin – Angeborene Fehlbildungen von Blut- und Lymphgefäßen zählen zu den seltenen Erkrankungen. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat jetzt eine „Leitlinie zur Diagnostik und Therapie angeborener venöser, arterio-venöser und lymphatischer Malformationen“ erstellt.

Die Arbeitsgruppe entwickelte dafür 34 Empfehlungen zu allen relevanten Themenkomplexen: von Klassifikation und Epidemiologie über Diagnostik und Therapie bis hin zu psychosozialen Aspekten. 

„Die Grundsäulen der Basisdiagnostik sind Anamnese, Inspektion und Palpation und sollen in dieser Reihenfolge durchgeführt werden“, heißt es im entsprechenden Leitlinienkapitel. Wichtig sei dabei auch die Erhebung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität mit spezifischen, validierten Messinstrumenten.

„Zur Beurteilung von Art, Ausdehnung, Schweregrad und Differentialdiagnose sollte bei Zugänglichkeit bei jedem Patienten eine Ultraschalluntersuchung inklusive Duplexsonografie durchgeführt werden“, lautet eine Empfehlung für das weitere Vorgehen. 

Federführende Fachgesellschaften sind die Deutsche interdisziplinäre Gesellschaft für Gefäßanomalien (DiGGefa) und die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH). Die Leitung der Arbeitsgruppe hatten Walter Wohlgemuth, Halle/Saale, und Thomas Schmitz-Rixen, Berlin.

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat die Arbeit an der Leitlinie gefördert.

hil

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