Ärzteschaft

Sachsen: Zahl der Ärzte in eigener Praxis geht zurück

  • Dienstag, 17. März 2026
/Nanci, stock.adobe.com
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Dresden – Die Zahl der Ärzte in eigener Praxis ist in den vergangenen zehn Jahren von 5.375 auf 4.763 zurückgegangen. Das entspricht einem Minus von 11,5 Prozent. Das geht aus einer neuen Übersicht der Sächsischen Landesärztekammer (SLÄK) hervor.

Im gleichen Zeitraum hat sich demnach die Zahl der angestellten Ärztinnen und Ärzte in Praxen und Medizinischen Versorgungszentren mehr als verdoppelt und ist von 1.292 auf 2.925 angestiegen.

Sorgen wegen der schwierigen Nachbesetzung freiwerdender Praxen im ländlichen Raum äußerte der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck. „Der Arztberuf ist eine Berufung und kein Handwerk. Damit einher geht ein hohes Engagement für die Patienten über die normale Arbeitszeit hinaus. Dies muss auch den Medizinstudierenden immer bewusst sein“, sagte er.

Laut der Kammerstatistik lebten in Sachsen Ende vergangenen Jahres 28.276 Ärztinnen und Ärzte, 20.386 von ihnen waren berufstätig. 11.645 davon arbeiten im stationären (plus 199) und 7.688 im ambulanten Bereich (plus 52). Die Anzahl der Ärztinnen und Ärzte in Behörden liegt bei 355 (minus sieben).

4.040 berufstätige ausländische Ärzte sind derzeit bei der Sächsischen Landesärztekammer gemeldet. Die meisten davon stammen aus Syrien (768), der Tschechischen Republik (376), aus Polen (292), der Ukraine (235), der Slowakei (230), der Russischen Föderation (221), Rumänien (196), Belarus (106) und Bulgarien (106).

Der Anteil der ausländischen an allen berufstätigen Ärzten in Sachsen beträgt 19,8 Prozent. Bodendieck warnte, „so mancher Kollege oder Kollegin wird irgendwann in das Heimatland zurückkehren, um dort beim Aufbau der medizinischen Versorgung zu helfen“. „Unsere Probleme müssen wir deshalb selbst lösen.“

hil

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