Schlaganfall bei Jüngeren: Ursache häufig nicht bekannt
Köln – Schlaganfälle, für die sich keine definitiven Ursachen finden lassen, machen bis zu 50 Prozent der juvenilen Schlaganfälle aus. Grundsätzlich ist beim juvenilen Schlaganfall das Ursachenspektrum breiter und in der Häufigkeitsverteilung anders als bei älteren Schlaganfallpatienten, bei denen die klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren im Vordergrund stehen.
Die Identifizierung seltener Ursachen bei Schlaganfällen in der Altersgruppe der 18- bis 55-Jährigen erfordert einen großen diagnostischen Aufwand. In einer Übersichtsarbeit in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 527–34) stellen Florian Schöberl und Koautoren umfassend die möglichen Ursachen des juvenilen Schlaganfalls dar. Dieser betrifft circa 30.000 Menschen pro Jahr in Deutschland.
Nur 40 Prozent der juvenilen Schlaganfallpatienten kehren an ihren ursprünglichen Arbeitsplatz zurück, circa ein Drittel von ihnen bleibt dauerhaft arbeitsunfähig. Die Akuttherapie des juvenilen arteriell-ischämischen Schlaganfalls unterscheidet sich allerdings nicht von der des Schlaganfalls älterer Patienten und erfolgt mittels systemischer Thrombolyse und/oder mechanischer Thrombektomie.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: