Vermischtes

Schleswig-Holstein: Hebammen warnen vor weiteren Schließungen von Kreißsälen

  • Dienstag, 29. September 2026
/picture alliance, Britta Pedersen
/picture alliance, Britta Pedersen
Dieses Dialog-Fenster öffnen

Flensburg – Der Hebammenverband Schleswig-Holstein warnt mit Blick auf die Krankenhausreform vor der Schließung weiterer Kreißsäle.

„Fast ein Dutzend Kreißsäle sind in den vergangenen zehn Jahren dem Rotstift zum Opfer gefallen, das darf so nicht weitergehen“, sagte die Verbandsvorsitzende Anke Bertram bei der Landesdelegiertentagung des Verbandes in Flensburg. Gute Geburtshilfe gebe es nicht zum Nulltarif.

Nötig sei endlich eine Politik, die verstehe, dass Hebammenversorgung keine freiwillige Zusatzleistung des Sozialstaates sei, sagte Bertram. Sie sei Bestandteil einer guten Gesundheitsversorgung und Prävention.

„Wir sind da, wo Frauen in einer der verletzlichsten und zugleich kraftvollsten Situationen ihres Lebens Unterstützung brauchen“, sagte Bertram. „Und trotzdem müssen wir immer wieder darum kämpfen, dass unsere Arbeit überhaupt als das gesehen wird, was sie ist: unverzichtbar und keine Luxusleistung, die meist als Erstes betriebswirtschaftlichen Überlegungen geopfert wird.“

Bertram betonte, es sei kein individuelles Problem, wenn „gute und erfahrene Hebammen inzwischen den Beruf verlassen, weil die Rahmenbedingungen sie krank machen oder weil sie unter diesen Bedingungen nicht mehr professionell arbeiten können“. Es sei ein politisches Problem.

dpa

Diskutieren Sie mit:

Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen

Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.

Jetzt bei Google bevorzugen

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung