Politik

Schnellere Hilfe für Long-COVID-Betroffene in Aussicht

  • Dienstag, 4. August 2026
/niphon, stock.adobe.com
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Hamburg – Menschen mit Long COVID, ME/CFS und anderen Formen des Postakuten Infektionssyndroms (PAIS, Post Acute Infection Syndrome) sollen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) künftig schneller und einfacher Hilfe bekommen.

Die rot-grüne Koalition in Hamburg setzt sich für ein dreistufiges ambulantes Versorgungsmodell ein, über das die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause am 2. September entscheiden will. Ziel sei ein schnellerer Zugang zu spezialisierter Diagnostik und Therapie sowie eine bessere Koordinierung der Behandlung, teilten SPD und Grüne mit.

„Long COVID, ME/CFS und andere Formen des Post Acute Infection Syndrome stellen viele Erkrankte vor enorme Herausforderungen“, sagte SPD-Gesundheitspolitikerin Claudia Loss. Für viele Betroffene sei der Weg zur richtigen Diagnose und Behandlung bis heute ein langer Leidensweg. „Deshalb wollen wir die Versorgung besser verzahnen und den Zugang zu spezialisierter Diagnostik und Therapie erleichtern.“

Das am UKE entwickelte Stufenmodell schaffe eine klare Versorgungsstruktur, betonte der Grünen-Gesundheitsexperte Linus Görg. Es stärke die hausärztliche Versorgung, unterstütze Betroffene mit einer Lotsenfunktion und ermögliche spezialisierte Diagnostik und Therapie für besonders komplexe Fälle.

„Mit unserem Antrag wollen wir ein Zeichen für die Umsetzung dieses Angebots setzen und das UKE darin bestärken, den wichtigen Schritt einer Ermächtigung zur ambulanten Versorgung zu gehen.“

Bereits im November vergangenen Jahres hatten das Bundesgesundheitsministerum sowie das Bundesforschungsministerium in Berlin eine „Allianz postinfektiöse Erkrankungen“ ins Leben gerufen, mit der Langzeiterkrankten durch mehr Forschung geholfen werden soll.

Symptome von Long COVID sind eine starke Erschöpfung und verminderte Leistungsfähigkeit über einen langen Zeitraum hinweg. Noch gibt es kein Medikament gegen diese Krankheit. In Deutschland sind nach Ministeriumsangaben rund 1,5 Millionen Menschen betroffen.

dpa

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