Schönheitsoperationen der Brust bei Frauen und Männern gefragt

Wiesbaden – Oberlidstraffungen, Botulinumbehandlungen, Faltenunterspritzungen, Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen stehen auf der Beliebtheitsskale ästhetisch-plastischer Behandlungen weiterhin ganz oben. Das zeigt die neue Statistik der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC).
Ein Drittel der Patientinnen, die sich hierzulande 2024 einer ästhetischen Behandlung unterzogen, ließen ihre Brust operieren. Spitzenreiter bei den Brust-OPs sind laut DGÄPC-Statistik Patientinnen unter 30 Jahren.
Auch bei männlichen Patienten stehen Brust-OPs hoch im Kurs: Die männliche Brustverkleinerung (Gynäkomastie) liegt bei männlichen Schönheits-OPs auf dem zweiten Platz, lediglich Oberlidstraffungen wurden noch häufiger durchgeführt. Auf Platz 3 landet die Fettabsaugung, gefolgt von Hals-Stirn-Face-Liftings und Faltenbehandlungen.
Der Altersdurchschnitt der Patienten im Bereich plastisch-ästhetischer Chirurgie ist im vergangenen Jahrzehnt kontinuierlich gestiegen und liegt 2024 bei 44,3 Jahren. Besonders auffällig ist gerade bei den älteren Patienten von über 70 Jahren der starke Anstieg bei der Behandlung von krebsartigen Hautveränderungen. Der Wert springt 2024 von 1,7 Prozent (2023) auf 9,2 Prozent.
„In unseren Zahlen macht sich seit ein paar Jahren die Marktumverteilung im Bereich der Injektionsbehandlungen zur Hautverjüngung bemerkbar. Weg vom Facharzt, hinzu Beautyketten und günstigeren Anbietern“, sagte DGÄPC-Präsident Helge Jens zum Auftakt der DGÄPC-Jahrestagung in Wiesbaden. Bei größeren Operationen würden Patienten jedoch nach wie vor der Erfahrung und langjährigen Ausbildung der Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie vertrauen.
Deutschland belegt laut ISAPS Global Survey 2023 bei brustchirurgischen Operationen wie Brustvergrößerungen mit Implantat oder Eigenfett, Brustverkleinerungen, Bruststraffungen und Implantatwechseln weltweit Platz 5.
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