Schulunterricht: Plädoyer für Fach „Gesundheit“

Hannover – „Gesundheit“ sollte zu einem Unterrichtsfach an Schulen, als Inhalt in den Lehrplan aufgenommen und Teil der Lehrer- und Erzieherausbildung werden. Dafür hat sich die Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN), Martina Wenker, heute in Hannover ausgesprochen. Über die Kultusministerkonferenz sollen nach Vorstellung der ÄKN die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Für die Umsetzung soll themenbezogen die Sachkompetenz von Ärzten hinzugezogen werden, heißt es.
„Es ist wichtig, schon Kinder und Jugendliche an das Thema Gesundheit heranzuführen“, begründete Wenker. Je früher Kinder und Jugendliche körperliche und seelische Prozesse verstehen könnten, desto gesünder lebten sie später. Unter anderem will die Ärztekammer, dass Kinder systematisch lernen, wie wichtig gesunde Ernährung und Sport und psychische Ausgeglichenheit sind. Auch in Kindergärten solle über Gesundheitsthemen aufgeklärt werden.
Wenker betonte, dass auch der verantwortliche Umgang mit neuen Medien „ein Megathema“ sei. „Es schadet nicht, wenn schon Kinder und Jugendliche eine neue Achtsamkeit erlernen. Schule und Eltern müssen hier stärker zusammenwirken“, mahnte Wenker. Zur Vermittlung dieses Wissens müssten geeignete Rahmenbedingungen in Kindertagesstätten und Schulen geschaffen werden.
Auf dem in der kommenden Woche stattfindenden 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg geht es auch um eine frühzeitige Förderung der Gesundheit und gesundheitlicher Kompetenzen im Kindes- und Jugendalter.
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