Politik

Schwesig setzt bei Gesundheits­wirtschaft auf die Schweiz

  • Freitag, 25. Mai 2018
Manuela Schwesig (SPD) spricht zur Eröffnung der Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft. /dpa
Manuela Schwesig (SPD) spricht zur Eröffnung der Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft. /dpa

Rostock – Nach der Ansiedlung des schweizerischen Medizintechnik-Unternehmens Ypsomed setzt Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) große Hoffnungen auf die weitere Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Schweiz. Mecklenburg-Vorpommern könne mit Forschungskompetenz und einer ausreichenden Zahl an Fachkräften punkten, sagte Schwesig heute zum Abschluss der zweitägigen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock. Sie sehe Möglichkeiten in erster Linie mit den großen Unternehmen im Nachbarland im Bereich Medizintechnik und der Pharmaindustrie.

Derzeit entsteht in Schwerin eine Ypsomed-Produktionsstätte für Insulinspritzen und -pumpen, im Sommer 2019 solle die Produktion beginnen, sagte Ypsomed-Chef Simon Michel. In den ersten vier bis fünf Jahren sollen die Zahl der Mitarbeiter bei 200 liegen, bis 2030 könne die Zahl verdoppelt werden.

Da das Unternehmen in der Schweiz an seine Kapazitätsgrenze gestoßen war, habe sich Ypsomed in anderen Ländern umgeschaut, berichtete Michel. Unter anderem auch in Baden-Württemberg, wo Vollbeschäftigung herrsche und auch keine Flächen vorhanden seien. „Da wird man auch nicht willkommen geheißen.“ Ypsomed sei davon überzeugt, in Mecklenburg-Vorpommern ausreichend Flächen und Fachkräfte finden zu können. So koste Boden in der Schweiz 50-mal mehr als in Mecklenburg-Vorpommern.

Michel und Schwesig sprachen besonders die rund 40.000 Menschen an, die täglich nach Hamburg oder in andere Bundesländer pendeln. „Wir wollen sie motivieren, weniger zu pendeln. Das ist nämlich nicht gut für die Gesundheit und die Familie. Das Beste ist, wenn man dort arbeitet, wo man wohnt“, betonte Michel.

dpa

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