Spahn hält nichts von höheren Krankenkassenbeiträgen für Raucher

Mannheim – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält nichts von höheren Krankenkassenbeiträgen für Raucher. „Wenn Sie anfangen, Verhalten zu stark zu bestrafen, widerspricht das dem Kerngedanken des Solidarsystems“, sagte er kürzlich in Mannheim.
Er plädiere eher dafür, Anreize für gesundheitsbewusstes Verhalten zu schaffen. „Wir sollten zudem helfen, dass Leute aus dem Rauchen und anderen Süchten rauskommen“, sagte Spahn auf der Verbrauchermesse Maimarkt.
Strafe durch höhere Beiträge seien auch problematisch, weil unklar sei, wo man aufhören müsse. Als Beispiel nannte Spahn Verletzungen beim Fußball. „Ich möchte ja den Breitensport und die Leute nicht auch noch dafür bestrafen.“ Er halte deshalb nichts davon, einzelne Dinge herauszugreifen.
„Ich werbe lieber dafür, sich gesund zu verhalten. Beim Rauchen klappts ja: Die Zahl der Raucher ist stark zurückgegangen, auch bei Jüngeren. Wer mit 18 nicht raucht, fängt danach zu 90 Prozent nicht mehr an.“
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