Politik

Spahn hält nichts von höheren Krankenkassen­beiträgen für Raucher

  • Dienstag, 8. Mai 2018
/Jne Valokuvaus, stockadobecom
/Jne Valokuvaus, stockadobecom

Mannheim – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält nichts von höheren Krankenkassenbeiträgen für Raucher. „Wenn Sie anfangen, Verhalten zu stark zu bestrafen, widerspricht das dem Kerngedanken des Solidarsystems“, sagte er kürzlich in Mannheim.

Er plädiere eher dafür, Anreize für gesundheitsbewusstes Verhalten zu schaffen. „Wir sollten zudem helfen, dass Leute aus dem Rauchen und anderen Süchten rauskommen“, sagte Spahn auf der Verbrauchermesse Maimarkt.

Strafe durch höhere Beiträge seien auch problematisch, weil unklar sei, wo man aufhören müsse. Als Beispiel nannte Spahn Verletzungen beim Fußball. „Ich möchte ja den Breitensport und die Leute nicht auch noch dafür bestrafen.“ Er halte deshalb nichts davon, einzelne Dinge herauszugreifen.

„Ich werbe lieber dafür, sich gesund zu verhalten. Beim Rauchen klappts ja: Die Zahl der Raucher ist stark zurückgegangen, auch bei Jüngeren. Wer mit 18 nicht raucht, fängt danach zu 90 Prozent nicht mehr an.“

dpa

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung