Stada kommt bei Konzernumbau auf Markenartikel voran
Bad Vilbel – Der Arzneimittelhersteller Stada kommt bei seinem Konzernumbau auf mehr rezeptfreie Medikamente voran. Während das bisherige Kerngeschäft der Generika im ersten Halbjahr 2014 rund 2 Prozent Umsatz verloren hat, legte die Markenproduktesparte auch dank mehrerer Zukäufe um 14 Prozent zu.
Mittel wie das Erkältungspräparat „Grippostad“ oder die Sonnencreme „Ladival“ leisten nunmehr 38 Prozent vom Umsatz und 51 Prozent vom operativen Ergebnis, teilte das Unternehmen heute in Bad Vilbel bei Frankfurt am Main mit.
Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr um vier Prozent auf 1,003 Milliarden Euro. Der ausgewiesene Konzerngewinn betrug 66,8 Millionen Euro und traf damit nahezu exakt das Ergebnis aus dem Vorjahr von 66,6 Millionen Euro.
Negative Währungseffekte machten Stada im wichtigen Markt Russland und Osteuropa zu schaffen. Der Rubel hatte im Vergleich zum Euro abgewertet. Da die Medikamente in Russland aber weiterhin gegen Rubel verkauft werden, sinkt der Umsatz in Euro. So reduzierten sich die in Euro gerechneten Erlöse in Russland in Jahresfrist um 16 Prozent auf noch 163 Millionen Euro.
In Deutschland hat Stada mit sinkenden Umsätzen infolge der harten Ausschreibungen der Krankenkassen für Generika zu kämpfen. Die Gesamterlöse im Heimatmarkt sanken um fünf Prozent auf 227 Millionen Euro. Nicht einmal jeder vierte Umsatzeuro stammt damit noch aus Deutschland.
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