Stada steigert Umsatz und Gewinn

Bad Vilbel – Der Arzneimittelhersteller Stada hat im vergangenen Jahr deutlich zugelegt. Der bereinigte Umsatz zu konstanten Wechselkursen stieg 2025 um sechs Prozent auf 4,3 Milliarden Euro, wie der Konzern in Bad Vilbel mitteilte.
Dabei profitierte Stada von Spezialmedikamenten, darunter Biotech-Mittel und Arzneimitteln in den Bereichen Knochengesundheit, Immunologie, Onkologie und Nierenerkrankungen. Der Umsatz in der Sparte überstieg die Schwelle von einer Milliarde Euro.
Damit erntet Stada die Früchte seines Umbaus: War das Unternehmen einst vor allem für Nachahmerarzneimitteln bekannt, hat es sich in den vergangenen Jahren auf eine breitere Basis gestellt.
Bei rezeptfreien Markenprodukten wuchs der Umsatz dagegen nur leicht wegen einer schwachen Erkältungssaison. Hier ist Stada stark vertreten etwa mit dem Mittel Grippostad. Besser lief das traditionelle Geschäft mit Nachahmermedikamenten, wo Stada etwa bei Herz-Kreislauf-Medikamenten zulegte.
Insgesamt stieg der um Sondereffekte und Wechselkursschwankungen bereinigte operative Gewinn (Ebitda) um acht Prozent auf 961 Millionen Euro. Angaben zum Nettogewinn gab es nicht.
Stada will nun sein Online-Geschäft ausbauen und hält sich auch Übernahmen offen. Man prüfe weltweit Akquisitionsziele, sagte Chef Peter Goldschmidt. „Gleichzeitig nutzen wir weiterhin Chancen, um unser Markenportfolio in den am schnellsten wachsenden Kategorien wie Dermatologie, Gesundheitsvorsorge und Wellness zu erweitern.“
Stada war schon in den vergangenen Jahren unter den Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven stark mit Übernahmen gewachsen. Im Herbst hatte der Arzneihersteller einen neuen Mehrheitseigentümer verkündet, die Londoner Investmentgesellschaft Capvest Partners.
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