Stiftung Warentest findet Unterschiede bei Qualität und Sicherheit von Online-Apotheken

Berlin – Wer online Medikamente kauft, sollte laut Stiftung Warentest genau hinschauen: Bei Qualität und Sicherheit gebe es Unterschiede, teilte die Stiftung heute mit. Preisvorteile gegenüber stationären Apotheken bieten demnach aber alle getesteten Versender, besonders bei rezeptfreien Mitteln.
Stiftung Warentest nahm neun zugelassene Online-Apotheken unter die Lupe, darunter DocMorris, Medpex, Sanicare, Shop Apotheke und Apodiscounter. Im Zentrum des Tests stand die fachliche Beratungsqualität.
„Denn falsche oder fehlende Hinweise etwa zu Wechselwirkungen und Risiken können Patientinnen und Patienten ernsthaft gefährden“, erklärten die Tester. Teilweise informierten die Apotheken nicht über mögliche Überdosierungen, sagte Warentest-Gesundheitsexpertin Bettina Sauer.
Drei Versandapotheken stachen bei fachlichen Informationen positiv heraus. Beim Service „wissen die meisten Anbieter zu überzeugen“, wie Sauer mitteilte. „Das Bestellen und Versenden klappt gut.“
Die Tester fanden aber auch „Schwachstellen“. Bei einem Anbieter gelangten beim Einlösen von E-Rezepten sensible Gesundheitsdaten an einen Werbetracker.
Ein anderer teilte mit, die Rücknahme von gelieferten Medikamenten sei nicht möglich – was rechtlich unzulässig ist. Beide Unternehmen reagierten auf die Testergebnisse, räumten ein Versehen ein und haben Korrekturmaßnahmen umgesetzt, wie Stiftung Warentest mitteilte.
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