Hochschulen

Tarifstreit an Unikliniken in Baden-Württemberg beendet

  • Donnerstag, 9. Juli 2026
/nmann77, stock.adobe.com
/nmann77, stock.adobe.com

Stuttgart – Im Tarifstreit an den vier Unikliniken in Baden-Württemberg haben die Arbeitgeber und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi eine Einigung erzielt.

Die rund 26.000 Beschäftigten der Häuser in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen bekommen in drei Schritten eine Gehaltserhöhung von insgesamt 5,4 Prozent, wie die Verhandlungspartner mitteilten. Die zuständigen Gremien müssen dem Abschluss aber noch zustimmen.

Vorangegangen waren mehrtägige Warnstreiks vor der dritten Verhandlungsrunde, die gestern begonnen hatte. Wegen der Warnstreiks waren zahlreiche OP-Säle geschlossen gewesen; längere Wartezeiten waren die Folge.

Der neue Tarifvertrag soll den Angaben zufolge 27 Monate gelten. Die erste Entgelterhöhung sieht ab 1. Oktober ein Gehaltsplus von 2,8 Prozent beziehungsweise mindestens 100 Euro mehr vor. Ab 1. Dezember 2027 gibt es ein Plus von 1,3 Prozent und ab 1. Juli 2028 ebenfalls ein Plus von 1,3 Prozent. Auszubildende erhalten in gleichfalls drei Schritten insgesamt 120 Euro mehr Geld.

Die von den Arbeitgebern gewünschte Option auf eine 45-Stunden-Woche und die Koppelung einer Jahressonderzahlung an Krankentage konnten laut Verdi verhindert werden.

Verdi hatte ursprünglich 7,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 320 Euro zusätzlich pro Monat für die Beschäftigten gefordert.

Auszubildende sowie Praktikanten sollten monatlich 250 Euro mehr erhalten. Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das unter anderem eine Einmalzahlung von 400 Euro und eine Gehaltssteigerung von 4,75 Prozent in drei Schritten vorsah. Nach ihren Vorstellungen hätte der neue Abschluss 32 Monate gelten sollen.

dpa

Diskutieren Sie mit:

Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen

Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.

Jetzt bei Google bevorzugen

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung