Triple-Agonist Retatrutid lindert obstruktive Schlafapnoe

Sydney – Der Triple-Agonist Retatrutid, der neben den GLP-1- und GIP-Rezeptoren auch die Glukagon-Rezeptoren aktiviert, hat in 2 Phase-3-Studien bei übergewichtigen Personen mit beziehungsweise ohne Typ-2-Diabetes auch die Symptome einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA) gelindert. Die Ergebnisse wurden auf der Tagung der European Sleep Research Society in Maastricht vorgestellt und im New England Journal of Medicine (2026; DOI: 10.1056/NEJMoa2611477) publiziert.
Übergewicht und Adipositas sind die wichtigsten Risikofaktoren für eine OSA, an der weltweit schätzungsweise 400 Millionen Menschen leiden. Die Leitlinien empfehlen den Betroffenen als Erstmaßnahme eine Gewichtsreduktion um 7-11 %, was Studienergebnissen zufolge Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) senken kann. Der AHI registriert die durchschnittliche Anzahl von Atemaussetzern und Flachatmungsereignissen pro Stunde. Er ist der wichtigste klinische Marker der Erkrankung.
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