Ausland

UN: 2,4 Millionen Flüchtlinge brauchen dringend neue Heimat

  • Mittwoch, 17. Juni 2026
/picture alliance, dpa, Marwan Naamani
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Genf – Weltweit brauchen bald 2,4 Millionen Flüchtlinge dringend eine neue Heimat. Das berichtet das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR).

Es geht um Menschen, die in ihren Zufluchtsländern nicht sicher sind oder versorgt werden können, und die auch nicht in ihr Geburtsland zurückkehren können. Es fehlten aber hunderttausende Aufnahmeplätze, teilt das UNHCR mit. Die Zahl 2,4 Millionen bezieht sich auf das Jahr 2027.

Zahlreiche Länder haben die Umsiedlung von bedürftigen Flüchtlingen stark reduziert oder ausgesetzt, darunter Deutschland, wie Jackie Keegan sagt, die beim UNHCR das Büro für nachhaltige Lösungen leitet.

Ein Argument ist, dass man sich zunächst um die Menschen kümmern wolle, die bereits im Land seien. 2025 hätten nur 37.000 Flüchtlinge eine neue, permanente Heimat gefunden, nach 116.000 im Jahr davor. Die meisten Menschen nahm Kanada auf, fast 12.000, gefolgt von Australien, den USA, Frankreich und Neuseeland.

Nach Angaben von Keegan möchte das UNHCR zum Beispiel Menschen umsiedeln, die medizinische Bedürfnisse haben, die in den Aufnahmeländern nicht erfüllt werden können, oder Frauen, die zur Sexarbeit gezwungen worden waren und deshalb in ihrer Familie und Gesellschaft geächtet werden.

Die Zahl für 2028 liegt nach den neuen UNHCR-Schätzungen sechs Prozent niedriger als in diesem Jahr. Das sei zum Teil auf Entwicklungen wie in Syrien zurückzuführen, wohin seit dem Sturz der Assad-Regierung im Dezember 2024 mehr Menschen zurückkehren. Die Zahl sei aber auch gesunken, weil etwa der Iran und Pakistan hunderttausende Menschen zur Rückkehr nach Afghanistan gezwungen hätten.

dpa

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