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Uniklinik Leipzig setzt auf standardisierte Kommunikation bei der Patientenübergabe

  • Mittwoch, 16. September 2026
/utah778, stock.adobe.com
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Leipzig – Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) führt ein standardisiertes Schema für Kommunikationsabläufe bei der Krankenversorgung ein. Ziel des (i)SBAR-Modells es, Informationen bei der Patientenübergabe klar, präzise, sicher und strukturiert zu übermitteln.

Die vier Großbuchstaben in „(i)SBAR“ stehen für „Situation“ – Was ist passiert? „Background“ –  Was ist die Vorgeschichte? „Assessment“ – Worin liegt vermutlich das Problem? und „Recommendation“ – Was ist zu tun? Das „i“ steht für „Identifikation“, was bedeutet, dass sich die Gesprächspartner zu Beginn des Prozesses einander vorstellen, um dadurch leichter eine gemeinsame Kommunikationsebene zu erreichen.

„Durch standardisierte, genau festgelegte Abläufe und Inhalte sichern wir eine präzise und strukturierte Kommunikation mit einem hohen Maß an Verbindlichkeit, was wesentlich zu einer höheren Sicherheit der Patientinnen und Patienten beiträgt“, erläutert Tancred Lasch, geschäftsführender pflegerischer Departmentleiter am UKL.

Nach einer rund zweijährigen Vorbereitung kommt (i)SBAR seit August im Department für Innere Medizin, Neurologie und Dermatologie zum Einsatz. Ab Oktober sollen die übrigen UKL-Departments folgen, so dass dann am gesamten Universitätsklinikum nach dem (i)SBAR-Modell für strukturierte Übergaben und eine sichere Versorgung gearbeitet wird. 

„Gerade die pflegerische Übergabe erfolgt in vielen Fällen noch wenig strukturiert und inkonsistent. Das kann direkte Auswirkungen auf die Patientensicherheit haben, denn es kann Ursache für Therapieversäumnisse, eine verzögerte beziehungsweise falsche Behandlung oder eine fehlende Kontinuität in der Versorgung sein“, erläuterte Frank Lützkendorf, Teamleiter auf der Internistischen Intensivstation am UKL und (i)SBAR-Projektleiter des Klinikums.  

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