Politik

Union sucht offenbar Kompromiss bei abschlagsfreier Rente

  • Dienstag, 20. Oktober 2026
/picture alliance, Fotostand, K. Schmitt
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Berlin – Die Bundestagsfraktion von CDU und CSU diskutiert offenbar über einen neuen Kompromiss bei der Rente. Das berichtet die Bild unter Berufung auf Koalitionskreise.

Demnach soll der Idee zufolge die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren offiziell beibehalten werden. Allerdings sollen etwa Erziehungs- oder Pflegezeiten künftig nicht oder weniger berücksichtigt werden.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hatte im Juni 33 Vorschläge für eine umfassende Rentenreform vorgelegt, darunter die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die damalige Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten angekündigt, die Vorschläge umzusetzen.

Der Sozialverband VdK stellt sich dagegen, bei einer abschlagsfreien Rente ab 45 Beitragsjahren Pflege- und Erziehungszeiten nicht zu berücksichtigen. Das wäre ein sozialpolitischer Skandal, erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Eine solche Regelung würde komplett zulasten von Frauen gehen – und zwar jener, die Sorgearbeit leisteten und die genau aus diesem Grund überproportional von Altersarmut betroffen seien, so Bentele.

Die Vorsitzende der Mittelstandsunion, Gitta Connemann (CDU), hat sich unterdessen für eine Beschränkung der Versicherungszeit auf Arbeitsjahre ausgesprochen. „Was uns zurzeit am meisten stört (...), ist die Tatsache, (...) dass es um diejenigen geht, die Beitragsjahre angehäuft haben“, sagte sie Welt TV. „Arbeitsjahre statt Beitragsjahre wäre ein gangbarer Weg“ – allerdings erst nach einem Kabinettsbeschluss zur Rentenreform bei folgenden parlamentarischen Verhandlungen.

kna/dpa

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