Universitätsklinikum Freiburg stellt 3D-Animation des schlagenden Herzens vor

Freiburg – Das Universitätsklinikum Freiburg hat eine neue Animation des schlagenden Herzens vorgestellt. Anders als bisherige Animationen führt sie Aufbau und Bewegung des Herzens anatomisch und zeitlich richtig zusammen.
„Die Vorstellung, die viele vom schlagenden Herzen haben, ist falsch“, sagte Peter Kohl, Direktor des Instituts für Experimentelle Kardiovaskuläre Medizin am Universitätsklinikum Freiburg. Die neue Darstellung zeige: Das Herz drückt Blut in den Körper und saugt zugleich Blut aus den Venen an, ohne seine Gesamtgröße wesentlich zu verändern.
„Das Herz ist keine einfache Pumpe, die Blut erst ansaugt und anschließend wieder auswirft. Es ist eine Druck-Saug-Pumpe, bei der beides gleichzeitig passiert. Dabei verändert das Herz seine innere Form und bleibt von außen fast gleich groß“, so Kohl.
Die neue Darstellung könne Ärztinnen und Ärzte, Forschenden und Studierenden helfen, Herzfunktion und Herzerkrankungen besser zu verstehen und zu erklären, so der Experte. Viele der online verfügbaren Herz-Animationen zur Darstellung der Herzbewegung wirken laut Kohl hochpräzise und anschaulich.
Sie zeigten aber oft Bewegungen, die so im Körper nicht passierten. „Manchmal sehen Herzkammern nach einem Schlag leer oder luftgefüllt aus. Manchmal biegen sich Wände nach innen. Solche Bilder können ein falsches Verständnis der Herzbewegung vermitteln“, sagte er.
Die neue Animation des Universitätsklinikums Freiburg vermeidet diese Fehler. Sie zeigt, wie sich die vier Herzkammern bei jedem Schlag in Form und Wanddicke verändern, ohne dass das äußere Herzvolumen insgesamt deutlich größer oder kleiner wird. Damit erklärt sie den Herzschlag einfacher und genauer als bisherige schematische Darstellungen. Die Animation steht allen Interessierten kostenlos zur Verfügung.
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