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Universitätsmedizin Magdeburg und Städtisches Klinikum Dessau arbeiten in der Psychosomatik per Telemedizin zusammen

  • Mittwoch, 23. September 2026
/nenetus, stock.adobe.com
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Magdeburg – Das Städtische Klinikum Dessau wird Standort für ein neues psychosomatisches Telekonsil der Universitätsmedizin Magdeburg.

„Der Bedarf an psychosomatischer Expertise ist hoch. Gleichzeitig steht diese Unterstützung insbesondere außerhalb größerer Zentren nicht immer unmittelbar zur Verfügung“, erklärt Marius Binneböse, leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor der Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Magdeburg, der das Projekt gemeinsam mit dem Direktor der Klinik Florian Junne leitet.

„Mit dem Telekonsil wollen wir die Möglichkeit schaffen, spezialisierte Expertise unkompliziert in die Behandlung vor Ort einzubinden“, so Binneböse. 

Bei dem Telekonsil können Fachärztinnen und Fachärzte der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Magdeburg die behandelnden Teams im Städtischen Klinikum Dessau aus der Ferne unterstützen. Über eine datensichere Videoverbindung können Gespräche mit Patientinnen und Patienten geführt, Beschwerden gemeinsam eingeordnet und weitere diagnostische oder therapeutische Schritte besprochen werden.

Die telemedizinische Beratung ersetzt dabei nicht das behandelnde Team vor Ort. Vielmehr soll sie dessen Arbeit durch den direkten Zugang zu spezialisierter Expertise ergänzen. 

Der Telekonsildienst ist ein Teilprojekt im Forschungsverbund ISA („Implementierungsforschung Sachsen-Anhalt“) an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Dort wird untersucht, wie innovative Versorgungsformen – wie digitale Telekonsile – in den Alltag von Kliniken implementiert werden können.

„ISA schafft damit eine Brücke zwischen universitärer Forschung und der medizinischen Praxis im ländlichen Raum Sachsen-Anhalts“, hieß es aus Magdeburg. Der Forschungsverbund wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. 

hil

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