Venezuela: Zehntausende kaufen Essen und Medizin in Kolumbien

Cúcuta – Angesichts der schweren Versorgungskrise im ölreichen Venezuela haben Zehntausende Bürger des südamerikanischen Landes eine kurzfristige Grenzöffnung zu Einkäufen im Nachbarland Kolumbien genutzt. Die Menschen deckten sich mit Lebensmitteln, Medikamenten und Dingen des täglichen Bedarfs ein.
Seit Samstag seien 35.000 Menschen in den Bundesstaat Norte de Santander gekommen, teilte das kolumbianische Außenministerium mit. Bereits am vergangenen Wochenende waren Tausende Venezolaner zum Einkaufen nach Kolumbien gekommen. Die venezolanische Regierung hatte die Grenze vor rund einem Jahr geschlossen, um Schmuggel zu verhindern.
Venezuela leidet seit Monaten unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise. In den Supermärkten des südamerikanischen Landes fehlt es an Nahrungsmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs. Wegen des niedrigen Ölpreises verfügt Venezuela nicht über genügend Devisen, um Rohstoffe und Importwaren einzuführen.
Die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro macht für die Krise einen vom Ausland und Unternehmerkreisen angezettelten „Wirtschaftskrieg“ verantwortlich. Kritiker machen die Wirtschaftspolitik der Regierung für die Misere verantwortlich.
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