Verbot für Inhaltsstoffe in E-Zigaretten geplant

Berlin – In Elektrozigaretten soll eine Reihe von Inhaltsstoffen zum Schutz vor Gesundheitsrisiken verboten werden. Das Bundesernährungsministerium hat eine Verordnungsänderung auf den Weg gebracht, wonach 13 Aroma- und Kühlstoffe künftig nicht mehr verwendet werden dürfen, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte. Zuerst berichteten Business Insider und Welt darüber.
Neben abhängig machendem Nikotin enthalte der bei E-Zigaretten eingeatmete Dampf weitere gesundheitsgefährdende Stoffe, erläuterte der Sprecher. Basis der geplanten Neuregelung seien wissenschaftliche Stellungnahmen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).
Als gesundheitsgefährdend stuft es demnach unter anderem das in vielen E-Liquids enthaltene Menthol ein, das bei anderen Zigaretten bereits seit 2020 EU-weit nicht mehr erlaubt ist.
Als problematisch stuft das Bundesinstitut demnach auch den Effekt von Kühlstoffen ein. Denn Kältegefühl solle den Geschmack überdecken und erleichtere so den Einstieg ins Rauchen, erklärte das Ministerium. Der Entwurf für eine Änderung der Tabakerzeugnisverordnung ging nun in die Abstimmung in der Regierung, danach sollen Länder und Verbände Stellung nehmen können.
Der Konsum von Tabak und anderen nikotinhaltigen Stoffen stelle das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland dar, erläuterte der Sprecher – das gelte fürs Rauchen wie auch fürs „Vapen“. Gerade Kinder und Jugendliche sollten erst gar nicht mit dem Rauchen und mit Nikotinkonsum beginnen.
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