Verbraucher wünschen sich regionale Patientenberatung
Berlin – Der Wunsch nach einer unabhängigen Patientenberatung mit Beratungsstellen vor Ort ist groß. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).
Demnach sind 74 Prozent der Verbraucher für eine regional vernetzte Patientenberatung. Der vzbv fordert bereits seit längerem eine Neuaufstellung der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD).
Der Umfrage zufolge wünschen sich drei von vier Befragten, Beratungskräfte, die sich mit dem Gesundheitssystem vor Ort auskennen. Mehr als zwei Drittel (72 Prozent) geben an, dass es ihnen besonders wichtig ist, dass die Beratung zu Problemen im Gesundheitswesen unabhängig geschieht.
44 Prozent unterstützen eine Finanzierung der UPD aus Steuermitteln. 77 Prozent der Verbraucher finden es zudem wichtig, dass Probleme, die in Beratungssituationen einer unabhängigen Patientenberatung auftauchen, in politische Forderungen übersetzt werden.
„Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag eine Neuaufstellung der UPD hin zu einer dauerhaften, staatsfernen und unabhängigen Struktur angekündigt. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, betonte Thomas Moormann, vzbv-Leiter Team Gesundheit und Pflege. Um ihren Zweck zu erfüllen, müsse die UPD eng an den Wünschen und Bedürfnissen der Patienten ausgerichtet werden.
Dies setze voraus, dass die Beratung neutral und unabhängig sei und in keinem kommerziellen Abhängigkeitsverhältnis zu Akteuren im Gesundheitswesen stehe. Sie müsse sich zudem gleichermaßen an privat, gesetzlich und nicht Versicherte richten und nicht nur telefonisch und digital erreichbar sein, sondern auch niedrigschwellig zugängliche regionale Beratungsstellen vorhalten.
„Wenn die Berater die regionalen Versorgungsstrukturen kennen und mit kommunalen Stellen, wie Pflegestützpunkten, Jobcentern, den Tafeln und der Selbsthilfe vor Ort vernetzt sind, können sie besser auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen“, so der vzbv.
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