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Verdi ruft Pflegekräfte an Charité zu Warnstreik auf

  • Donnerstag, 15. Oktober 2026
/picture alliance, Christophe Gateau
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Berlin – Pflegekräfte der Universitätsmedizin Charité sind heute und morgen erneut in den Warnstreik getreten. Der Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi umfasst den Früh-, Spät- und Nachtdienst am Campus Virchow-Klinikum, am Campus Charité Mitte und am Campus Benjamin Franklin, wie Verdi mitteile.

Die Beschäftigten hatten zuletzt Mitte September gestreikt. An der Charité sind nach Angaben des Unternehmens etwa 7.000 Pflegekräfte tätig.

„Wir setzen alles daran, die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten sicherzustellen – insbesondere in der Notaufnahme, in der Intensivmedizin, bei OP-Notfällen, im Kreißsaal, in der Onkologie sowie bei allen unaufschiebbaren Behandlungen“, sagte Charité-Pressesprecher Markus Heggen.

„Zugleich werben wir für eine konstruktive und zügige Lösung am Verhandlungstisch.“ Patienten könnten sich darauf verlassen, dass die medizinisch notwendige Versorgung während des Warnstreiks gewährleistet bleibe.

Die Pflegekräfte streiken nach Verdi-Angaben für die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Entlastungstarifvertrags, der die Personalausstattung und einen Belastungsausgleich für Arbeiten in Unterbesetzung regelt. Dieser hat aus Sicht von Verdi die Arbeitsbedingungen an der Charité verbessert. Die Charité hat diesen Tarifvertrag zum 31. August gekündigt. Die Tarifverhandlungen laufen.

„Uns geht es nicht darum, möglichst viele freie Tage zu sammeln. Wir wollen genug Kolleginnen und Kollegen auf unseren Stationen, damit wir unsere Patientinnen und Patienten gut versorgen können“, erklärte Pflegefachperson und Mitglied der Verdi-Tarifkommission Franziska Aurich.

Vor dem Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg wurde gestern zum wiederholten Mal über die Ausgestaltung des Notdienstes während des Warnstreiks verhandelt. Das Gericht hatte eine von der Charité beantragte Notdienstbesetzung vollumfänglich bestätigt. Verdi hat nun Berufung dagegen eingelegt, da die Besetzung das Streikrecht aus Sicht der Gewerkschaft unverhältnismäßig einschränke. Am Nachmittag liefen die Verhandlungen noch.

dpa

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