Verfalldatum für ultratiefgefrorene Biontech/Pfizer-Impfstoffe auf ein Jahr verlängert

Berlin – Alle COVID-19-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer sind jetzt zwölf statt neun Monate im ultratiefgefrorenen Zustand haltbar. Das berichtet die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Dadurch sei das aufgedruckte Verfalldatum auf bereits produzierten Impfstoffdosen nicht mehr aktuell und verlängere sich entsprechend, hieß es.
Für Arztpraxen bedeutet dies, dass Durchstechflaschen von BioNTech/Pfizer mit einem fast oder bereits abgelaufenen Verfalldatum vorerst weiterhin verwendet werden können. Dies betrifft alle drei Formulierungen des Mainzer Herstellers: die Konzentrate zur Herstellung einer Injektionsdispersion für über zwölf-Jährige (lila Kappe) und für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren (orange Kappe) sowie die Fertiglösung für über zwölf-Jährige (graue Kappe).
Gelten tut das für alle Flaschen mit einem Verfalldatum bis März 2023. Ab einem Verfalldatum im April 2023 ist die Haltbarkeitsdauer bereits auf zwölf Monate angehoben.
Für den Kinderimpfstoff und die Fertiglösung für über zwölf-Jährige von BioNTech/Pfizer war die Haltbarkeit im ultratiefgefrorenen Zustand erst im Februar von sechs auf neun Monate erhöht wurden. Das Konzentrat zur Herstellung einer Injektionsdispersion für über zwölf-Jährige war bereits seit Oktober 2021 neun Monate haltbar.
Durch diese erst unlängst erfolgte Anhebung der Haltbarkeit verlängert sich das aufgedruckte Verfalldatum teilweise nicht nur um drei, sondern um sechs Monate.
An der Haltbarkeitsdauer des aufgetauten Impfstoffes (lila Kappe: ein Monat, graue Kappe und orange Kappe: zehn Wochen) hat sich indes nichts geändert. Entscheidend für Praxen ist dabei stets das Begleitdokument, das sie zusammen mit dem Impfstoff erhalten. Aus diesem ist ersichtlich, wie lange der aufgetaute Impfstoff ungeöffnet im Kühlschrank gelagert werden kann.
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