Ausland

Verletzte und Schäden nach Erdbeben in Japan

  • Dienstag, 28. Juli 2026
Das Foto aus einem Hubschrauber der Nachrichtenagentur Kyodo News zeigt das teilweise zerstörte Gebäude der Aeon Mall in Kashima in der Präfektur Kumamoto. Erneut wird Japan von einem starken Erdbeben erschüttert. Wieder trifft es eine Region, die erst vor zehn Jahren schwer getroffen worden war. /picture alliance, kyodo
/picture alliance, kyodo
Dieses Dialog-Fenster öffnen

Kumamoto – Bei einem Erdbeben der Stärke 7,1 hat es im Südwesten Japans Dutzende Verletzte und Schäden gegeben. Der japanische Fernsehsender NHK berichtete von mindestens 50 Verletzten in der besonders schwer betroffenen Präfektur Kumamoto auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu.

Straßen und Gebäude wurden beschädigt. Eine vorübergehende Warnung vor einem ein Meter hohen Tsunami wurde wieder aufgehoben. Kurz nach der ersten Erschütterung kam es auf Kyushu zu starken Nachbeben.

Kumamoto war bereits vor zehn Jahren von einem ebenfalls schweren Erdbeben der Stärke 7,3 heimgesucht worden. Dutzende Menschen waren dabei damals direkt ums Leben gekommen. Zehntausende weitere mussten zeitweise in Notunterkünften untergebracht werden.

Zudem gab es schwere Schäden an Gebäuden, darunter an der berühmten Burg von Kumamoto. Laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo wurde infolge des erneuten Bebens ein Teil der Steinmauer der Burg beschädigt, wie auf Aufnahmen zu sehen war.

Nach vorläufigen Angaben der Präfekturpolizei stürzten diesmal rund ein Dutzend Häuser ein. In einem großen Einkaufszentrum in Kumamoto kam es dem Sender NHK zufolge zudem zu einer Explosion. Auf Luftaufnahmen des Senders waren enorme Schäden an dem Gebäude zu sehen. Mehrere Personen sollen eingeschlossen gewesen sein. Es gab zudem Berichte über Verletzte.

Ein Güterzug in der Region sei außerdem entgleist, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Abend Ortszeit berichtete. Die Start- und Landebahnen am Flughafen Aso Kumamoto wurden bis auf weiteres gesperrt. Es gingen bei der Feuerwehr unentwegt Notrufe ein, berichtete NHK.

Unter den Verletzten befinden sich demnach etwa zehn Bewohner eines Pflegeheims. Bewohner, die im Rollstuhl saßen, seien gestürzt. Es gebe aber keine Schwerverletzten. „Ich war gerade mit Büroarbeit beschäftigt, als es plötzlich heftig vor und zurück schwankte“, wurde einer der Mitarbeiter des Pflegeheims zitiert. „Ich klammerte mich an den Schreibtisch, aber die Erschütterungen waren so stark, dass ich mich nicht ganz abstützen konnte“, hieß es.

Zudem gingen bei den örtlichen Behörden Medienberichten zufolge Meldungen über vereinzelte Brände ein. In rund 48.000 Haushalten fiel der Strom aus. Es gebe aber keine Unregelmäßigkeiten an Atomkraftwerken durch die starke Erschütterung, berichteten japanische Medien unter Berufung auf die Betreiber.

Das Bebenzentrum lag in der Region Kumamoto in einer Tiefe von zehn Kilometern. Auch andere Gebiete wurden erschüttert. Auf Autobahnen in Kyushu – vorwiegend in der Präfektur Kumamoto – seien mehrere Streckenabschnitte gesperrt worden, berichtete der Sender NHK weiter. Zudem war der Betrieb von Hochgeschwindigkeits- und lokalen Zügen unterbrochen.

Das Beben ereignete sich zu einer Zeit extremer schwüler Sommerhitze. Das Umweltministerium in Tokio rief dazu auf, bei Evakuierungen kühle Orte aufzusuchen, ausreichend Flüssigkeit und Salz zu sich zu nehmen und sich vor möglichem Hitzeschlag zu schützen. Japans Regierungschefin Sanae Takaichi wies ihre Ministerien an, sofort nötige Notfallmaßnahmen vor Ort zu treffen.

dpa

Diskutieren Sie mit:

Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen

Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.

Jetzt bei Google bevorzugen

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung