Ärzteschaft

Versichertenstamm­datenmanagement soll im Oktober in Nordrhein starten

  • Montag, 6. Juni 2016
Uploaded: 27.07.2015 15:17:20 by mis
/dpa

Düsseldorf – Das sogenannte elektronische Versichertenstammdatenma­nage­ment (VSDM) soll in Nordrhein voraussichtlich in diesem Oktober im Testbetrieb starten. Das erläuterte der stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereini­gung (KV) Nordrhein, Bernhard Brautmeier, bei der KV-Vertreterversammlung am vergangenen Wochenende.

„Wir gehen davon aus, dass der Abgleich der Stammdaten in den meisten Fällen maxi­mal fünf Sekunden dauert, und es zu keinen Beeinträchtigungen im Praxisalltag kommt“, sagte Brautmeier. Verliefen die Tests erfolgreich, soll der Online-Rollout in der Fläche im April 2017 erfolgen. „Wir werden den Testbetrieb im Sinne unserer Mitglieder aufmerk­sam begleiten“, versprach der KV-Vize in der Vertreterversammlung.

Er riet in diesem Zusammenhang jenen Praxen, die wegen einer neuen Generation von elektronischen Gesundheitskarten (eGK) neue Kartenlesegeräte benötigten, eine ent­sprechende Unterstützung rasch bei der Gematik zu beantragen. Grund ist, dass nur die Umrüstung von 5.000 Kartenterminals gefördert werde – mit je 60 Euro.

Auch auf das neue Positionspapier „KBV 2020 – Versorgung gemeinsam gestalten“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ging Peter Potthoff, Vorsitzender der KV Nordrhein, ein. Die Vertreterversammlung der KBV hatte es im Wesentlichen in zwei Klausursitzungen erarbeitet. Das Papier befasst sich mit fünf Themenkomplexen: der Sicherstellung, der Kooperation zwischen Praxen und Krankenhäusern, der Zukunft des Arztberufs, der Zusammenarbeit von Ärzten und nichtärztlichen Gesundheitsberufen sowie einer besseren Koordinierung der Inanspruchnahme von ärztlichen Leistungen.

„Der Kern des Konzepts ist das klare Bekenntnis zum Sicherstellungsauftrag der KVen“, sagte Potthoff in Düsseldorf. Dieser solle im Sinne der Patientenversorgung künftig vermehrt in Kooperation mit Krankenhäusern gestaltet werden – „das ist ein Weg, den wir im Zuge unserer Notdienstreform konzeptionell bereits beschritten haben“, so der KV-Vorstandsvorsitzende.

hil

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