Verzögerte Behandlung einer Appendizitis kann Perforationsrisiko verdoppeln

Birmingham – Das Risiko einer Perforation bei Appendizitis ist umso höher, je länger die Betroffenen auf die chirurgische Untersuchung warten mussten. Das ergab die bislang größte weltweit durchgeführte prospektive Studie zur Entzündung des Wurmfortsatzes. Die Perforationsrate stieg schrittweise von etwa 23 % bei Betroffenen, die innerhalb von 12 Stunden untersucht wurden, auf 48 % bei denjenigen, die länger als 72 Stunden warten mussten.
In die Studie Appendicitis Global Outcomes Study (AlliGatOr) flossen die Daten von mehr als 45.000 Patienten und Patientinnen aus 112 Ländern ein (The Lancet Global Health 2026; DOI: 10.1016/j.langlo.2026.10401). Die internationale Forschungsgruppe nahm 45.218 Personen mit einem Medianalter von 27 Jahren in die Studie auf; 44,2 % der Teilnehmenden waren weiblich. Ausgeschlossen wurden Menschen mit Appendektomie aus anderen Gründen als einer vermuteten akuten Appendizitis.
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