Politik

Videoreportage: Leben nach der Organspende

  • Donnerstag, 23. Februar 2012

Wie gehen Angehörige von Organspendern mit ihrer Zustimmung zur Organspende um? Wie lebt es sich mit einem Spenderherz? Diesen und anderen Fragen gehen zwei Videofilme (video.aerzteblatt.de) des Deutschen Ärzteblattes nach.

Tausende schwerstkranker Patienten warten in Deutschland Jahr für Jahr auf ein Spenderorgan. Das könnte sich künftig ändern. Ende letzten Jahres hatten sich Politiker aller Bundestagsfraktionen auf einen gemeinsamen Gruppenantrag geeinigt, „mit dem Ziel, die Zahl der Organspenden in Deutschland zu erhöhen“. Alle Deutschen sollen befragt werden, ob sie zur Organspende bereit sind. Nach einer bundesweiten repräsentativen Emnid-Umfrage vom 14. Februar halten 89 Prozent der Befragten eine Organspende dann für richtig, wenn das schriftliche Einverständnis des Spenders vorliegt. 71 Prozent plädieren dafür, dass auch die Zustimmung der Angehörigen ausreicht.

Leben nach der Organspende

Sandy Sollan gab die Organe ihres Sohnes zur Organspende frei

Doch wie gehen Angehörige von Organspendern mit ihrer Zustimmung zur Organspende um? Und wie fühlen sich die Organempfänger mit dem neuen Organ? Zwei Reportagen des Deutschen Ärzteblattes mit dem Titel „Leben nach der Organspende“ gehen diesen Fragen nach. Sandy Sollan aus Neuruppin ist Mutter von „drei lebenden Kindern“. Die 37-Jährige arbeitet „aus ihrem eigenen Schicksal heraus“ als Trauerrednerin. Vor knapp 15 Jahren ist ihr zweiter Sohn bei einem Unfall ums Leben gekommen, und sie hat ihn zur Organspende frei gegeben. „Das Thema Organspende war für uns nie ein Thema, bis mein damals 18-monatiger Sohn bei uns zu Hause schwer verunglückte“, sagt sie und berichtet, warum sie sich für die Organspende entschieden habe und wie die Entscheidung und der Tod ihres Kindes sich auf ihr weiteres Leben ausgewirkt haben.

Leben nach der Organspende

Vanadies Datta lebt seit 2009 mit einem Spenderherz

Vanadies Datta lebt seit 2009 mit einem Spenderherz. Sie schildert die Wartezeit auf ein passendes Organ und die Zeit der Transplanta‧tion: „Als ich aufgewacht bin, wusste ich sofort: Das ist mein Herz und ich habe es sofort als meins angenommen.“ Sie berichtet von ihrer Dankbarkeit darüber und wie sich ihr Leben durch die Transplantation verändert hat. Die Autoren der Filme lassen die Protagonistinnen nicht nur über ihre Geschichten sprechen, sondern sie begleiten sie auch in ihrem Alltag.  

Kli

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