Viele Brandeburger Pflegeeinrichtungen beantragen Bonus

Potsdam – In Brandenburg erhalten Beschäftigte aus der Altenpflege für ihre Arbeit in der Coronakrise jetzt wie zuvor versprochen zusätzlich Geld. 1.275 der rund 1.500 berechtigten Pflegeeinrichtungen im Land haben den Antrag auf den Pflegebonus für ihre Beschäftigten gestellt, wie das Gesundheitsministerium gestern mitteilte.
Je nach Einsatz und Arbeitszeit erhalten Beschäftigte in der Altenpflege einmalig bis zu 1.500 Euro zusätzlich. Der Bundesanteil zum Pflegebonus von bis zu 1.000 Euro sei am 15. Juli an die Arbeitgeber ausgezahlt worden.
Die meisten Beschäftigten sollen das Geld bis Ende August auf dem Konto haben. Im Dezember soll dann automatisch der Landesanteil von weiteren 500 Euro an die Arbeitgeber ausgezahlt werden, wie es weiter hieß. Noch bis zum 15. November können die Einrichtungen für ihre Beschäftigten den Antrag auf den Bonus stellen.
„Alle Beschäftigte in der Altenpflege leisten tagtäglich einen wertvollen Dienst für die gesamte Gesellschaft. Sie verdienen mehr Anerkennung“, sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Die Arbeitgeber stünden in der Verantwortung, gute Arbeitsbedingungen und bessere Verdienstmöglichkeiten in der Pflege zu schaffen. Pflegekräfte müssten endlich dauerhaft von besserer Bezahlung profitieren.
Das Land Bradenburg hatte sich im Mai dafür entschieden, den vom Bund beschlossenen Pflegebonus von 1.000 Euro je Arbeitnehmer um weitere 500 Euro aufzustocken. Dafür sollen rund vierzehn Millionen Euro aus dem Coronarettungsschirm des Landes fließen.
Anspruch auf die Prämie haben Voll- und Teilzeitbeschäftigte in der Altenpflege, vorausgesetzt sie haben im Zeitraum vom 1. März 2020 bis einschließlich 31. Oktober 2020 für mindestens drei Monate in einer oder für eine Pflegeeinrichtung gearbeitet.
Auch Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Helfer im freiwilligen sozialen Jahr, Leiharbeiter sowie Mitarbeitende in Servicegesellschaften haben Anspruch auf die Prämie.
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