Viele Unternehmen sehen Teilkrankschreibung kritisch

München – Die Möglichkeit, dass Beschäftigte sich teilweise krankschreiben lassen können, hält die Hälfte der Unternehmen nicht für sinnvoll. Das geht aus einer Befragung des Ifo-Instituts und des Personaldienstleisters Randstad hervor, wie das Institut heute in München mitteilte.
Nur etwa jedes vierte Unternehmen fände eine solche Regelung hilfreich; ein weiteres Viertel stehe ihr neutral gegenüber, heißt es. Die meisten Unternehmen befürchten, dass es schwierig wird zu definieren, wer arbeitsfähig ist und wer nicht. Zudem rechnen sie mit mehr organisatorischem Aufwand.
Auch sei die Teilkrankschreibung in manchen Bereichen nur schwer umsetzbar: in der Verwaltung eher, in Logistik und Produktion eher weniger. Knapp ein Drittel der Unternehmen gab laut Ifo-Schnelldienst an, dass eine Teilkrankschreibung bei ihnen gar nicht sinnvoll umsetzbar wäre.
Rund jedes zweite Unternehmen erwartet keine wesentlichen positiven Auswirkungen dieser Regelung, wie es heißt. Ein Drittel hofft auf kürzere Fehlzeiten und eine schnellere Rückkehr kranker Mitarbeiter.
Bei der Teilkrankschreibung soll es bei längeren Erkrankungen die Möglichkeit geben, dass Ärzte eine teilweise Arbeitsunfähigkeit feststellen und Beschäftigte ihre Arbeit zunächst in reduziertem Umfang wieder aufnehmen können. Die Regelung soll zum 1. Januar 2028 eingeführt werden.
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