Virchowbund begrüßt Pläne für Krankenhausreform in NRW

Berlin – Die Landesgruppen Nordrhein sowie Westfalen-Lippe des Virchowbundes haben die neue Krankenhausplanung für Nordrhein-Westfalen (NRW) begrüßt. „Endlich wird bei der Krankenhausplanung auf die Qualität geschaut anstatt auf die Bettenzahl“, sagte der Vorsitzende der Landesgruppe Nordrhein, André Bergmann.
Gert Buchner, Vorsitzender der Landesgruppe Westfalen-Lippe lobte, dass sich der Krankenhausplan dazu bekennt, mehr Leistungen ambulant als stationär anzubieten. „Ärzte in Praxen und Kliniken wollen gerne noch enger abgestimmt arbeiten. Die Politik muss dafür die Weichen stellen und zum Beispiel bessere Rahmenbedingungen für Belegärzte schaffen“, sagte er.
Beide betonten, die Reform sei ein „notwendiger, richtiger Schritt, um die Gesundheitsinfrastruktur den aktuellen und zukünftigen Anforderungen anzupassen“. Sie fordern aber, die Politik müsse den Systemwechsel, der der Reform zugrunde liege, intensiv und verständlich kommunizieren. Sie müsse den Bürgern plausibel machen, dass weniger aber dafür besser ausgestattete Krankenhäuser die Versorgung in Stadt und Land verbesserten.
„Wenn das Krankenhaus vor Ort ganz oder einzelne Abteilungen schließt, schürt das Ängste“, warnen die beiden Landesverbands-Vorsitzenden. Es sei aber viel besser, weniger Kliniken mit ausreichend Personal vorzuhalten statt viele Kliniken mit chronischem Personalmangel zeigen sie sich überzeugt: „Davon profitieren die Patienten genauso wie die Pflegekräfte und Ärzte“, betonen Bergmann und Buchner.
Die schwarz-gelbe Landesregierung in Düsseldorf hatte Ende April ihre Pläne für eine weitreichende Reform der Krankenhausversorgung veröffentlicht. Danach sollen sich die Krankenhäuser in NRW künftig auf bestimmte Leistungen von der Schlaganfallversorgung über die Knieprothese bis zur Bauchspeicheldrüsen-OP spezialisieren.
Ein Krankenhaus mit internistischer und chirurgischer Versorgung soll aber für 90 Prozent der Bevölkerung innerhalb von 20 Autominuten erreichbar bleiben.
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