„Virtual Reality wird die Physiotherapie oder multimodale Behandlungskonzepte nicht ersetzen“

Mannheim/Würzburg – Virtual-Reality-Anwendungen (VR) werden in der Schmerzmedizin seit einigen Jahren intensiv untersucht. Während sie zunächst vor allem bei akuten Schmerzen als Instrument zur Ablenkung erprobt wurden, rücken inzwischen zunehmend Anwendungen in den Fokus, die auf Entspannung, Psychoedukation, Achtsamkeit oder bewegungstherapeutische Elemente setzen. Die Evidenz wächst, ist jedoch weiterhin heterogen.
Beim diesjährigen Deutschen Schmerzkongress stellte Stefan Lindner vom Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin (ZiS) des Universitätsklinikums Würzburg, unter Leitung von Heike Rittner, theoretische Grundlagen und praktische Anwendungsmöglichkeiten von VR in der Schmerzmedizin vor. Besonders bei chronischen Schmerzen stellt sich die Frage, für welche Patientengruppen VR sinnvoll sein kann, welche Wirkmechanismen relevant sind und wo die Grenzen der Technologie liegen.
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